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„Ein Symbol für die Öffnung Chinas zur Welt”

Autor: Alexander Runte |
Foto: Botschaft der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland
Die Zusammenarbeit zwischen Wuhan und Duisburg war die erste deutsch-chinesische Städtepartnerschaft überhaupt – der chinesische Botschafter Shi Mingde erläutert ihre Bedeutung.

Wie verläuft die Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Gemeinden allgemein?

Die Partnerschaft zwischen Wuhan und Duisburg war 1982 die erste zwischen chinesischen und deutschen Städten überhaupt. Mittlerweile gibt es 69 Partnerschaften insgesamt. Das Interesse an dieser Zusammenarbeit ist sehr groß, was wir als Beleg für die sehr guten Beziehungen zwischen Deutschland und China ansehen.

Welche Rolle spielen hier die Städtepartnerschaften?

Eine große: Duisburg und Wuhan haben etwa mit einer technischen Zusammenarbeit begonnen, als pensionierte Experten aus Deutschland nach Wuhan kamen. Das ist für uns ein Symbol für die Öffnung Chinas zur Welt. Die beiden Städte haben auch schon früh in der Stahlindustrie zusammen gearbeitet.

Seitdem hat Duisburg einen großen Strukturwandel hinter sich gebracht – welche Auswirkungen hatte dies auf die Zusammenarbeit?

Wir haben diesen Prozess sehr genau beobachtet. Auch wir in China wollen unsere Struktur verändern: hin zu mehr Nachhaltigkeit. Hier können wir von den Erfahrungen profitieren, die Duisburg in der Vergangenheit gemacht hat. Statt Quantität wollen auch wir mehr Effizienz und Qualität haben.

Worauf achten Sie da?

Etwa auf urbane Stadtentwicklung – seit dem vergangenen Jahr leben in China mehr Menschen in den Städten als auf dem Land. Jedes Jahr ziehen zehn Millionen Menschen in die Städte. Dazu kommt noch moderne Industrialisierung. Und natürlich ökologische Entwicklung: wir sind noch sehr abhängig von Kohle.

 

Mehr zum Thema können Sie auf den Websites von Wuhan und dem Duisburger Rathaus nachlesen.

Den Lebenslauf vom chinesischen Botschafter Shi Mingde finden Sie hier.

Über die 30-jährige Städtepartnerschaft zwischen Duisburg und Wuhan können Sie in unserem Beitrag „Wuhan soll das nur führen?“ mehr erfahren.