Warten

Endlich – das Warten hat eine Ende

Warten ist mühsam, es ist fordernd, in manchen Momenten nervt es – es kann sich aber auch lohnen. In unserem Essay (fast) ohne Worte zeigen wir Situationen, in denen sich das Warten gelohnt hat.

Kim Se-Jin etwa hat fast 50 Jahre gewartet, bis er seine Schwester Kim Ock-Rang endlich wieder in die Arme schließen konnte. Warum? Kim Se-Jin lebte in Nordkorea, seine Schwester jenseits der Demarkationslinie im Süden. Im Jahr 2002 gestattet die nordkoreanische Führung 455 Bürgern Südkoreas, ihre Verwandten im sozialistischen Norden zu besuchen.

Auch für den Fotograf Sergio Tapiro Velasco hat sich die Geduld ausgezahlt: Über zehn Jahre beobachtete er den mexikanischen Vulkan Colima. Am 13. Dezember 2015 gelang es ihm, das Foto oben auf der Seite zu schießen. Die aufsteigende Aschewolke verursachte einen 600 Meter langen Blitz. Velasco stand zwölf Kilometer vom Krater entfernt. Es ist die Aufnahme seines Lebens.

Warte mal: ein Bild-Essay (fast) ohne Worte

„Ziehen Sie eine Nummer, und treten Sie sofort ein“: Ist eine Wartezone eigentlich noch eine Wartezone, wenn niemand wartet?

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„Meiii-kelll!“: Am 26. Juli 1988 verzehrten sich 55 000 Menschen im walisischen Cardiff nach Michael Jackson

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Eine Beichte dauert ein paar Minuten. Bis sich Menschen gegenseitig vergeben, vergehen oft viele Jahre.

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700 Jahre lang räumt der Müllroboter Wall-E in dem gleichnamigen Animationsfilm die Erde auf. Das Rendering – also das Zusammenfügen der digitalen Grafik-Informationen einer Szene – ist ebenfalls ein Geduldsspiel. Es dauert im Durchschnitt sechs Stunden pro Szene, von denen es im Film rund 130 000 gibt.

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Fünf Jahrzehnte hatten sich der Nordkoreaner Kim Se-Jin (links) und seine südkoreanische Schwester Kim Ock-Rang nicht gesehen. Am 13. September 2002 gab es ein Wiedersehen.

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Die Birkin Bag (rechts im Bild) von Hermès gilt als begehrteste Handtasche der Welt, auf die Kunden nach der Bestellung zwischen sechs Monaten und zwei Jahren warten. Das Auktionshaus Christie’s versteigerte unlängst ein besonders exklusives Exemplar für 338.000 Euro. Links sehen Sie übrigens die „kleine Schwester“, die Kelly Bag, die ihren Namen der Monegassischen Fürstin Gracia Patrizia verdankt.

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1882 entdeckte Robert Koch den Erreger der Tuberkulose. Die „Weiße Pest“ verursachte damals etwa 20 Prozent aller Todesfälle in Europa. Endlich war klar, wie man sich ansteckte – und schützen konnte.

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Vor über 100 Jahren, am 5. August 1914, ging in den USA die erste elektrische Ampel in Betrieb. Experten haben in diesem Jahr errechnet, dass jeder Mensch zwei Wochen seines Lebens vor roten Ampeln steht. Das Gute daran: Alle werden irgendwann auch grün…

Marcel Rauschkolb

„Keep calm and carry on“: Unsere Freunde auf den britischen Inseln sind Meister des Schlangestehens. Hier warten sie auf Einlass in das altehrwürdige Café „Bettys“ in Harrogate, England. Der Anlass: Nachmittagstee.

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Das Warten auf Weihnachten fühlt sich bekanntlich sehr unterschiedlich an: Während es Kindern nie schnell genug gehen kann, bis endlich Heiligabend ist, jammern die Erwachsenen, wie schnell das Jahr schon wieder vergangen ist.

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Einmalig und einzigartig: Über zehn Jahre beobachtete der Fotograf Sergio Tapiro Velasco den mexikanischen Vulkan Colima. Am 13. Dezember 2015 gelang es ihm, dieses Foto zu schießen. Die aufsteigende Aschewolke verursachte einen 600 Meter langen Blitz. Velasco stand zwölf Kilometer vom Krater entfernt. Es ist die Aufnahme seines Lebens.

Sergio Tapiro Velasco