Werte

How to Haniel: Die Familie

Als Traditionsunternehmen wirtschaftet Haniel nachhaltig zum Wohle kommender Generationen – um Wert zu steigern und Werte zu erhalten.

Die Familie Haniel nimmt maximal 25 Prozent des Gewinns für sich in Anspruch und schafft so eine starke Basis für Wachstum und Innovationen im Unternehmen.

Seit der Gründung im Jahr 1756 ist das Unternehmen Haniel vollständig in Familienbesitz. Lag die Geschäftsführung in den ersten Haniel-Generationen noch in Familienhand, entschied sich die Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Eigentum und Management strikt zu trennen.1 Seitdem vertraut die Familie bei der Unternehmensführung auf externe Manager. Gleichwohl nehmen die Gesellschafter2 nach wie vor Einfluss auf die Strategie ihres Unternehmens. So übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrats immer ein Familienmitglied. Wichtig für die Kommunikation zwischen Unternehmen und Eigentümern3 ist zudem ein 30-köpfiger Beirat, der von der Gesellschafterversammlung gewählt wird.

Maßgeblichen Einfluss auf die Ausrichtung des Geschäfts haben die Werte4 der Familie Haniel, die sich aus den Prinzipien des „Ehrbaren Kaufmanns“ ableiten. Diese finden ihren Niederschlag auch in der Positionierung als Family-Equity-Unternehmen: Damit betont Haniel bewusst die lange Tradition als Familienunternehmen – und hebt gleichzeitig die Professionalität als Investor hervor.

1: Verstehen

Um junge oder angehende Gesellschafter auf ihre Rolle vorzubereiten, gibt es bei Haniel das Jugendtreffen. Hier erfahren die Teilnehmer vom Topmanagement, wie das Unternehmen aufgestellt ist, und lernen beispielsweise Produktionsstandorte kennen. Zudem gibt es an der Haniel Akademie ein Seminarprogramm speziell für Gesellschafter.

2: Vererben

Die Unternehmensanteile sind sehr heterogen verteilt. Rein rechnerisch hält jeder Gesellschafter Anteile im Wert von 1,4 Millionen Euro. Grundsätzlich können Anteile nur innerhalb der Familie weitergegeben werden. Derzeit zählt Haniel rund 690 Gesellschafter und etwa 1400 Familienmitglieder.

3: Verdienen

Die Familie Haniel nimmt maximal 25 Prozent des Gewinns für sich in Anspruch und schafft so eine starke Basis für Wachstum und Innovationen im Unternehmen. 2012 zollten die Gesellschafter der Finanzkrise Tribut und verzichteten zum Wohle des Geschäfts komplett auf ihre Gewinnbeteiligung. In diesem Jahr war Haniel in der Lage, mit 60 Millionen Euro wieder eine Dividende auf Vor-Krisen-Niveau auszuzahlen.

4: Verhalten 

In einer eigenen Familiencharta haben die Haniels verbindliche Verhaltensgrundsätze für die Familie festgehalten. Auch die Zusammenarbeit in den Familiengremien ist dort beschrieben. Um den Austausch untereinander zu fördern, gibt es das Family Net, eine Art Familien-Intranet.